MILLIONENSCHÄDEN AUF SCHWEIZER DÄCHERN

 
Leider ist es heute schon Gewissheit. Falsch montierte Absturzsicherungen verursachen in der Schweiz Millionenschäden, vor allem auf Flachdächern. Das Fachwissen betreffend Planung und Ausführung vom Personensicherungs-Systemen hat in der Fachwelt zwar stark zugenommen, aber immer noch werden sehr grosse Fehler in der Planung, Protokollierung und Ausführung festgestellt.

 

Das Mass aller Dinge bei Absturzsicherungsanlagen ist die Berechnung des maximalen Freifalls. Leider wird dieses Mass vielfach völlig ignoriert oder übersehen. Die Korrektur dieses Fehlers kann nur durch eine Nachrüstung des Personensicherungs-Systems erfolgen. Das gleiche Problem stellt sich bei der Wahl des Systems dar. Höchste Priorität ist es, einen Absturzunfall zu vermeiden, erst als zweite Priorität gilt, einen Sturz aufzufangen. Das ist auch die Begründung, weshalb Personensicherungs-Systeme mit einzelnen Anschlagpunkten nicht mehr dem «Stand der Technik» entsprechen und wenn immer möglich ein Seil-Rückhaltesystem eingesetzt werden sollte. Systeme mit einzelnen Anschlagpunkten suggerieren eine vermeintliche Sicherheit und sollten nur noch in speziellen Situationen, wo ein Seilsystem nicht montiert werden kann, eingesetzt werden.

 

Immer noch werden bei geringen Gebäudehöhen Einzelanschlagpunkte und nicht wie vorgeschrieben, Rückhaltesysteme mit Seil montiert. Obwohl einige Einzelanschlagpunkte eine Zulassung für die Montage eines temporären Seilsystems besitzen, wird dies nur selten so praktiziert.
Leider stellen wir oft fest, dass die obligatorischen Montagedokumentationen nicht erstellt werden.

 

Es gehört aber zum Leistungsumfang eines Personensicherungs-Systems dazu, ein Montagedokument zu erstellen, bei dem die Verbindung zum Baukörper mit einem Foto festgehalten wird. Unternehmungen sollten bedenken, dass diese Dokumente mit grosser Wahrscheinlichkeit spätestens bei der 5-jährigen Garantieabnahme nachverlangt werden. Vielfach sind dann aber die Befestigungen der Anschlagpunkte nicht mehr zu sehen und können somit auch nicht fotografiert werden.
Dieses Problem kann nur durch eine Nachzertifizierung des Systems erfolgen, was meistens eine Garantieverlängerung mit sich zieht.

 

Vielfach wird auch die Komplexität einer fachgerechten Projektierung und Planung unterschätzt. Leider setzt sich die Formel «Wenig Sicherheit = Bestes Angebot» immer wieder durch. Es wird dabei völlig ausgeblendet, dass bei einer Fehlplanung Menschenleben gefährdet werden. Fragen Sie sich einmal selber, ob Sie beispielsweise ein Auto ohne Airbag, ohne Scheibenbremsen und ohne Sicherheitsgurten kaufen würden. Wahrscheinlich nicht, auch wenn der Preis noch so verlockend tief wäre.

 

Immer wieder kommt es vor, dass vor allem gewichtsbasierende Einzelanschlagpunkte mit der Zulassung für eine Person montiert werden. Bei einem Sturz wird die verunfallte Person zwar zurückgehalten, eine zweite Person kann sich aber nicht mehr am gleichen Sekuranten sichern, wodurch die Rettung nicht gewährleistet und durchgeführt werden kann. Die Rettung innert 20 Minuten ist dann in den meisten Fällen nicht möglich. Dass die verunfallte Person an einem Hängetrauma stirbt, wird einfach zur Kenntnis genommen.

 

Bedenken Sie bitte, dass ein kurzfristiges Renditedenken bei dieser Thematik fehl am Platz ist. Schliessen Sie sich mit einem Sicherheitstechnik-Lieferanten zusammen, der Sie in der Beratung Projektierung, Planung und Protokollierung unterstützt. Langfristig gesehen erwirtschaften Sie dabei eine höhere Rendite.

 

Als Systemlieferant von ABS-Produkten in der Schweiz können Sie auf unsere Unterstützung in den Bereichen Projektierung und Planung zählen. Bei jedem gelieferten System erstellen wir Ihnen eine kostenlose Montagedokumentation im PDF-Format. Wir freuen uns auf eine aktive Zusammenarbeit.

 

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